Mara's Versuche die Weltherrschaft an sich zu reis (s) en

 

Vor langer langer Zeit keimte in meinem Kopf ein Gedanke... Ich will, ja muss, die Herrschaft der Welt übernehmen.

Aber wie stelle ich das am besten an?
Bulgarien sollte mein erstes Land werden und es sollten weitere folgen. Tunesien, Ägypten, Türkei, Kroatien, Mallorca, Ibiza und andere Mittelmeerinseln waren meine Ziele. Doch die ersten Jahre verbrachte ich nur mit Beobachtungen und kurzen Recherche-Reisen. Immerhin will die Eroberung der Weltherrschaft wohl überlegt und vor allem gut vorbereitet sein...

 

2005 wollte ich es erstmals in Asien versuchen. Getarnt in einer Gruppe von Touristen spionierte ich zunächst Nordvietnam aus.

Hanoi war mein erster Anlaufpunkt, denn es war ja einst Hauptstadt, als Vietnam noch in zwei Staaten getrennt war. Doch hier war es gar nicht so einfach. Obwohl als Tourist getarnt, wurden immer wieder Anschläge auf mich verübt. Sie waren anscheinend überall - sie verfolgten mich. Immer wenn ich eine Straße überqueren wollte, musste ich um mein Leben bangen. Ein paar Tage blieb ich in dieser gefährlichen Stadt bevor ich nach ein paar Erkundungen mit dem Fahrrad ans Südchinesische Meer in die Halong Bucht fuhr. Dort sollte ja immerhin einmal ein Drache gehaust haben. Wenn man den Überlieferungen Glauben schenken kann, ist es ihm zu verdanken, dass die Halongbucht heute dieses bizarre Erscheinungsbild hat. Auf einem Boot schiffte ich für 2 Tage ein. Doch hatten hier bereits andere die Herrschaft übernommen. Ein ganzes Battallion Ratten bevölkerte das Schiff. Keine Chance hier die Macht an mich zu reißen. Nach einer abenteuerlichen Wanderung auf der Insel Cat Ba verließ ich auch diesen schönen Flecken Erde und begab mich mit dem Zug von Hanoi aus weiter in Richtung Süden.

 

Doch selbst im Zug war man nicht sicher. Auch hier schienen mich die Vietnamesen von meinem Vorhaben abhalten zu wollen. Irgendwer musste Wind davon bekommen haben, denn ich geriet in die Hände von als Schaffner getarnten Geheimdienstlern. Sie versuchten mich mit jeder Menge Wodka und Erdnüssen handlungsunfähig zu machen. Schwer angeschlagen, konnte ich ihnen in letzter Minute entkommen. 

 

Ich erreichte die Kaiserstadt Hue. Da ja der Kaiser schon lange tot war, sollte es hier vielleicht eine Möglichkeit geben im alten Glanz der kaiserlichen Mauern eine neue Herrschaft anzutreten. Noch machte mir der Wodka zu schaffen. Getarnt unter den Einheimischen machte ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg. Ich war bezaubert von der Schönheit und dem Unverfälschten hier in der Kaiserstadt. Überall war noch der Hauch der kaiserlichen Vergangenheit zu spüren. Wie soll man angesichts der 9 dynastischen Urnen, die die Einheit des Landes beschwören eine Weltherrschaft aufbauen? Na zumindest lernte ich hier wie man Räucherstäbchen fertigt. Vielleicht kann mir das später noch einmal gute Dienste leisten. Außerdem versuchte ich in einem Freundschafts-Fussballspiel die Vietnamesen zu besänftigen, vielleicht sollte mich das in Zukunft ein wenig vor weiteren Attentaten schützen.

 

Ich setzte also meinen Weg fort. Es geht weiter in den Süden - wir nähern uns Südvietnam. Doch zuvor ein weiterer kleiner Tiefschlag. Ein Minitsunami verschlang meine Kamera. Nun musste ich also erst einmal neue Wege finden meine Recherchen zu dokumentieren.

 

Nachdem ich den geheimnisvollen Wolkenpass überquert hatte, befand ich mich nun in Südvietnam. Vielleicht habe ich hier mehr Erfolg mein Vorhaben umzusetzen.

Hoi An war mein nächstes Ziel. Doch dies schien nicht der geeignete Ort zu sein - sinntflutartige Regenfälle führten zu Überschwemmungen. Keine Basis für eine Weltherrschaft, ich wollte ja schließlich nicht gleich wieder untergehen. Auch in der Umgebung sah es wenig Erfolg versprechend aus. Der Regenwald versuchte bereits alles zu verschlingen. Hier ist es zu gefährlich solch ein Vorhaben durchzusetzen.

 

Ich verließ auch diesen schönen Ort nach wenigen Tagen und setzte meine Reise, erneut im Zug, weiter in Richtung Süden fort. Die Idee mit dem Freundschaftsspiel schien geklappt zu haben, denn ich hatte scheinbar keine Verfolger mehr an den Fersen und keine weiteren Attentate beschatteten meine Reise.

So kam ich recht vergnügt in Nha Trang an. Hier wollte ich mich nebenbei auch ein wenig von den anstrengenden Recherchen erholen, denn Nha Trang gilt als der Traumstrand Vietnams. Leider schien sich nun der Wettergott gegen mich zu stellen. Die Ausläufer eines Taifuns brausten über mich hinweg und die Überfahrt zu einer kleinen Insel wurde sehr gefährlich. Die Wellen peitschten mir ins Gesicht und mein angeheuerter Bootsmann wäre beinahe dem tosenden Meer zum Opfer gefallen. Doch mit viel Glück konnten wir uns nach einer abenteuerlichen Bootsfahrt wieder ans Ufer von Nha Trang retten. Auch hier hatte früher bereits eine Kultur geherrscht. Die Cham hatten wundervolle Tempel gebaut. Vielleicht doch keine schlechter Ort für eine Machtergreifung? Ich werde es zumindest im Auge behalten...

Doch zunächst will ich schauen, wie die Hauptstadt Ho-Chi-Minh-City sich zeigt. Sie könnte immerhin mein Machtzentrum werden. Ich stieg also erneut in den Zug, wie gesagt, ich wollte ja nicht auffallen und musste mich deshalb so fortbewegen wie es auch die Einheimischen tun.

Von Ho-Chi-Minh-City aus wollte ich zunächst die Lage im Mekong-Delta prüfen. Immerhin könnten sich dort Untergrundorganisationen aufhalten. Auf dem Weg dorthin wäre ich beinahe einer Sekte in die Hände gefallen, doch auch hier hatte ich Glück und konnte dem greisenhaften Sektenoberhaupt geradenoch entwischen. Im Mekong-Delta angekommen, kämpfte ich mich mit einem kleinen Boot durch die engen Kanäle. Zu meinem Erstaunen fand ich keine Untergrundorganisationen die hier hausten. Doch ich musste mich dennoch in Acht nehmen. Erneut wurden Anschläge auf mich verübt. Zuerst musste ich mich aus den Fängen einer riesigen Schlange befreien, dann trieben Affen ihr Unwesen. Beinahe hätten sie mir mein zweites Paar Augen gestohlen. Doch mit List und Tücke konnte ich sie zurückergattern und so mit scharfem Blick meinen Weg fortsetzen.

In der Umgebung der Hauptstadt dann stieß ich auf Erschreckendes. Ein riesiges Tunnelsystem von 200 Kilometern Länge aus dem Vietnamkrieg brachte mich endgültig zu dem Entschluss: Vietnam wird wohl nicht das Zentrum meiner Weltherrschaft. Hier könnte ich viel zu schnell unterwandert werden.

 

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